Kolumbien ist seit über 50 Jahren Partnerschaftsland des Bistums Aachen. Der Diözesanrat pflegt seit etwa 20 Jahren Kontakte zu kolumbianischen Partner*innen und ist Zeuge der Geschichte eines Landes, welches von Bürgerkrieg, Gewalt, Landvertreibung und Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet ist. 2016 wurde mit dem Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppierung FARC der Grundstein in Richtung Frieden gelegt. Kolumbien stand vor einem wichtigen Schritt in seiner Historie, der in seiner Konsequenz große Herausforderungen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Sachen Friedenskultur und Versöhnung mit sich brachte. 2026 wird das Abkommen zehn Jahre alt und mit dem Amtsantritt des neue Präsident Kolumbiens, Abelardo de la Espriella, äußern viele Menschenrechtsaktivist*innen ihre Sorge über die Zukunft der Menschenrechte und der zivilgesellschaftlichen Arbeit in Kolumbien.
Die Konzepte „Frieden" und „Versöhnung" bilden in der inhaltlichen Arbeit des Diözesanrats wichtige Schwerpunkte. Zwischen 1993 und 2013 führte der Diözesanrat in Kooperation mit seinen Partnerorganisationen in Kolumbien den Sozialen Dienst für Frieden und Entwicklung durch. Damit einher geht das Thema „Menschenrechte". Zusammen mit anderen Organisationen setzt sich der Diözesanrat für verbesserte und umfassende Menschenrechte im Partnerschaftsland ein, weist auf Verstöße hin und will diejenigen unterstützen und fördern, die sich für die Menschenrechte in Kolumbien engagieren.
Zudem sieht der Diözesanrat im Friedensprozess in Kolumbien einen thematischen Anknüpfungspunkt für seine Partnerschaftsarbeit. Er organisiert öffentliche Veranstaltungen zu unterschiedlichen Kolumbien-Themen, um über die aktuelle Situation im Partnerschaftsland zu informieren, eine Diskussion anzuregen und das Bewusstsein zu Fragen der Menschenrechte in der Öffentlichkeit zu stärken.
Schweres Erdbeben in Kolumbien
Am 10. August 2026 wurde der Westen Kolumbiens von einem Erdbeben der Stärke 7,4 schwer getroffen. Das Erdbeben hat viele Tote, tausende Vermisste und Verletzte gefordert sowie erhebliche Schäden an Wohnhäusern, Infrastruktur und grundlegenden Einrichtungen verursacht. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Partner*innen vor Ort.
Eine Unterstützung von deutschen Organisationen und aus dem Bistum Aachen wird derzeit koordiniert.



