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Wie sieht das diakonische Bistum Aachen in Zukunft aus?

Aktive aus Kirche, Räten und Verbänden berieten in Aachen Kooperation, Innovation und Qualifizierung auf dem Gebiet der diakonischen Pastoral

Forum Diakonische Pastoral (c) Thomas Hohenschue
Forum Diakonische Pastoral
Datum:
Fr. 28. Okt. 2022
Von:
Thomas Hohenschue

Jeder kirchliche Vollzug muss diakonisch sein: So lautet ein programmatischer Satz als Beschluss im Heute-bei-Dir-Prozess des Bistums Aachen. Er schließt nahtlos an Jahrzehnte sozialpastoraler und caritativer Tradition und Wirkungsgeschichte in dieser Diözese an. Aber was heißt das heute und morgen? Wie soll ein diakonisches Bistum Aachen in Zukunft aussehen?

Diese Fragen erörterten am 24. Oktober haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus Kirche, Räten und Verbänden in Aachen, beim Werkstattgespräch des Forums Diakonische Pastoral. In diesem Format kooperieren Bischöfliches Generalvikariat, Diözesancaritasverband und Diözesanrat der Katholik*innen. Auf ihre Einladung hin ließen sich die Teilnehmenden auf agile Beratungsformen ein.

Heraus kamen schier unüberschaubare Landschaften an Klebezetteln, die Gedanken, Erfahrungen und Forderungen aus Kleingruppendiskussionen auf den Punkt brachten. Im strikten Zeitregiment goldener Kreise mit Minutenvorgaben für Beratungsphasen schwappten stetig neue Impulse ins Plenum, die als vielschichtige Inspiration undiskutiert nebeneinander stehen blieben.

Eingangs untermauerten Prof. Andreas Wittrahm für den Diözesancaritasverband und Dr. Thomas Ervens für das Bistum Aachen die Bedeutung des Heute-bei-Dir-Beschlusses. Bestehenden Einsatz in der diakonischen Pastoral gelte es zu sehen, zu würdigen und zu stärken, betonte Wittrahm. Ervens forderte ein besseres Zueinander von Haupt- und Ehrenamt auch auf diesem Feld.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe, partnerschaftlich, offen, ehrlich und klar wünschten sich auch die Aktiven. Das bezog sich auf die Kooperation der Institutionen und Organisationen auf allen Ebenen des Bistums. Hier gelte es, Kräfte zu bündeln, Synergien zu heben, Qualität und Effektivität zu steigern. Dies alles diene letztlich den Menschen, um die es geht, mit passgenauen Hilfen.

Eine bloße Fortschreibung des Bestehenden allein genügt dabei nicht, sondern es braucht das alte Handwerk der gemeinwesenbezogenen diakonischen und sozialen Arbeit. Das bedeutet: genau im Sozialraum hinzuschauen, was benötigt wird, und dabei die Menschen einzubeziehen. Nur so bleibe man an den aktuellen Nöten dran, mit dem Ziel, allen ein Leben in Fülle zu ermöglichen.

Grund genug, sich stetig weiter zu qualifizieren, fachlich und menschlich, hieß es bei den Beratungen. Um den Anspruch, dass jeder kirchliche Vollzug diakonisch sein müsse, mit Leben zu füllen, gehöre das in jede Ausbildungsordnung hinein. Fortbildungen, Hospitationen, Mentoring, Tandem-Modelle und aktive Begleitung sind Bausteine, die Programmatik nachhaltig auf allen Ebenen umzusetzen.

Viele wichtige Impulse, die Markus Offner vom Bischöflichen Generalvikariat und Dr. Mark Brülls vom Diözesancaritasverband als Leiter einer Projektgruppe im Heute-bei-Dir-Prozess entgegennahmen. Dieses Gremium berät in den nächsten Wochen und Monaten über ein Rahmenkonzept zur diakonischen Pastoral im Bistum Aachen. Eine Fortsetzung der Zukunftsdiskussion folgt.

Forum Diakonische Pastoral

Fr. 28. Okt. 2022
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