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Alles ist im Fluss – aber nichts ist im Eimer!

Datum:
20. Okt. 2014
Von:
Monika Herkens

Sehr geehrte Damen und Herren,
Der alte Grieche Heraklit war der erste große Denker, der darüber reflektierte, dass sich alles verändert. Das Sein des Ganzen ist sein Werden. Während die Philosophen um ihn herum darauf herumritten, dass es ein großes unveränderliches Wesen der Dinge gebe und ein erstes, unteilbares atomare Urteilchen, aus dem alles ewig zusammengesetzt sei, lehrte Heraklit: „Alles fließt.“ Die Philosophiegeschichte berichtet gerne, dass Heraklit an einem Flussufer stand und erkannte, dass niemand zweimal in denselben Fluss hineinsteigen kann. Panta chorei kai ouden menei, rief er aus: „Alles fließt und nichts bleibt!“

Nun – es gibt einen Hinweis, dass Heraklit, dieser weise Mann, wohl auch das spätere Bistum Aachen mit seinem berühmten Ausspruch gemeint hat. Denn das Wort ‚Aachen‘ kommt meinen Recherchen vermutlich vom urgermanischen Wort ‚ahwo‘, das bedeutet Wasser/Fluss. Heraklit lehrt sozusagen: Man kann nicht zweimal in dasselbe ahwo, in dasselbe Bistum Aachen hineinsteigen.

Und da stimmen wir ihm sicher zu. Wir wären wohl heute gar nicht zusammen, wenn das nicht so wäre. Alles fließt, auch kirchlich. In die Kirche ist richtig Bewegung gekommen. So vieles Gewohnte verändert sich, soviel scheint im Fluss. Ganz klar wird uns vor Augen geführt: So wie man nicht in denselben Fluss steigen kann, so kann man auch nicht mehr in dieselbe Kirche von Aachen gehen. Das Sein der Kirche ist ihr Werden.

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