Kolumbien: Menschenrechte und Friedensprozess unter Druck:Menschenrechtsorganisationen fordern die Stärkung des Friedensabkommens und einen wirksamen Schutz der Zivilgesellschaft

Die Sicherheitslage in Kolumbien ist angespannt: Bewaffnete Gruppen kontrollieren weite Teile des Landes, während Vertreibungen, Gewalt und Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger*innen anhalten. Zugleich gefährden die geplante Militarisierung der Konflikte, drohende Einschnitte bei Friedensinstitutionen und mögliche Kürzungen der deutschen Unterstützung die bisherigen Fortschritte des Friedensprozesses.
Der Brief an die MdBs des Innenausschusses beleuchtet die Herausforderungen bei der Umsetzung des Friedensabkommens von 2016, die notwendige Stärkung des Schutzes von Menschenrechtsverteidiger*innen sowie den Reformbedarf bei Polizei und Militär. Die Organisationen fordern von der kolumbianischen Regierung Dialog statt weiterer Militarisierung, konsequenten Menschenrechtsschutz und die Stärkung unabhängiger Friedensinstitutionen. Von Deutschland erwarten sie, das Friedensabkommen weiterhin politisch und finanziell zu unterstützen und die Sicherheitskooperation an verbindliche, überprüfbare Menschenrechtsstandards zu knüpfen.
Die Kolumbien-AG des Diözesanrats der Katholik*innen im Bistum Aachen trägt das Schreiben ebenfalls mit Logo mit.
Zum vollständigen Bericht
Stellungnahme der Deutschen Menschenrechtskoordination Kolumbien zur Menschenrechtslage und zum Friedensprozess (PDF)