Petition für Kolumbien: Nationalpark erhalten – Goldmine stoppen

Nationalpark Yaigojé Apaporis in Gefahr

Regenwald-Collage (c) Fotolia/ Wikimedia/Collage:Mirela Hadzic
Datum:
Mi 27. Apr 2016
Von:
Diözesanrat Aachen
Die Firmen Cosigo Ressources aus Kanada und Tobie Mining and Energy aus den USA reichten im Februar 2016 eine Klage bei einem Schiedsgericht im US-Bundesstaat Texas ein, um gegen ein Urteil des kolumbianischen Verfassungsgericht zu klagen.

Dieses hatte entschieden, dass der Goldabbau in dem kolumbianischen Nationalpark Yaigojé Apaporis nicht zulässig ist. Nun wollen die Goldfirmen dieses Urteil umgehen und ein Privatgericht in Texas zu diesem Fall aufsuchen. Dort soll entschieden werden, ob Kolumbien 14,5 Milliarden Euro als Schadensersatz an die Staaten zahlen soll. So hoch soll der Wert des Goldes sein, der sich in dem Nationalpark befindet.

Das Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien, Kanada und den USA macht es möglich, dass private Schiedsgerichte Milliardenklagen gegen den kolumbianischen Staat aussprechen können, damit dieser den Goldabbau doch erlaubt. Ihre Goldabbaulizenzen liegen in dem eine Million Hektar großen Nationalpark Yaigojé Apaporis, der sich im kolumbianischen Amazonasgebiet befindet. Der Park stellt die Lebensgrundlage von sieben indigenen Völker dar.

Regenwald.org hat dagegen eine Petition formuliert. Diese richtet sich an die kanadischen, kolumbianischen und amerikanischen Präsidenten und fordert sie auf,  die privaten Schiedsgerichte aus den Freihandelsabkommen zu streichen. Zu der Petition geht es hier: https://www.regenwald.org/aktion/1049/nationalpark-erhalten-goldmine-stoppen?mtu=151895008&t=1898