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Gute Beziehungsarbeit

Wie aus GdG lebendige und tragfähige Gemeinschaften werden können

Brand_Nachricht (c) Andrea Thomas
Brand_Nachricht
Datum:
Di. 22. Nov. 2016
Von:
Andrea Thomas
Die meisten Gemeinschaften der Gemeinden waren nicht unbedingt „Liebesheiraten“.
Messdiener_Quadrat (c) Andrea Thomas
Messdiener_Quadrat

Was jedoch nicht heißt, dass sich daraus nicht mit der Zeit sehr tragfähige und harmonische Beziehungen entwickeln können, kennt man sich erst einmal besser.

Einander besser kennenlernen, gucken wie die anderen so sind, was sie machen, Gemeinsamkeiten finden – eine Möglichkeit, das herauszufinden ist, sich gegenseitig mal zu besuchen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das dachten sich auch Pastoralteams und Gremien in St. Donatus, Aachen-Brand und St. Katharina, Aachen-Forst, zusammen die GdG Forst-Brand. „Wir wollten die Menschen aus unseren Gemeinden näher zusammenbringen.

Daraus ist die Idee zu einem GdG-Tag entstanden“, erläutert Rolf Breuer, für St. Donatus Mitglied im GdG-Rat und mit Gemeindereferentin Elisabeth Börsch aus St. Katharina, Initiator der Premiere Ende Oktober. „Gemeinschaft ist die Basis einer Gemeinde. Gemeinschaft zeichnet sich sowohl durch das bloße Dasein aus als auch durch aktives Leben. Wenn man nichts tut, dann tut sich nichts“, hat er im Pfarrbrief die Idee hinter dem Tag erläutert.

 

Eine GdG braucht Zeit zum Zusammenwachsen

Einen Sonntag lang waren die Gemeindemitglieder eingeladen, sich an acht Stationen in Brand und Forst ein Bild von der jeweiligen Nachbarpfarrei zu machen. Dazu öffneten unter anderem die beiden Pfarrbüchereien und die Pfarrzentren von St. Katharina und von St. Donatus ihre Türen, wo die Besucher informative, unterhaltsame und kulinarische Angebote erwarteten.

Im Mittelpunkt standen aber insbesondere die Kirchen, mit Führungen oder der Möglichkeit zum Gespräch mit dem Kirchenvorstand. Als Anreiz, sich auf den Weg zu machen, boten die Organisatoren einen Shuttle-Dienst zwischen den verschiedenen Stationen an. „Es hätten gerne noch ein paar Leute mehr sein können, aber für das erste Mal, sind wir zufrieden“, sagt Rolf Breuer in der Rückschau. Auch für Elisabeth Börsch war es eine gelungene Aktion. „Wir wollten aufeinander aufmerksam machen, das ist uns gelungen. Eine GdG muss wachsen, das braucht Zeit, aber ich bin da bei uns guten Mutes.“

Einen Satz, der auch auf die GdG Alsdorf, bestehend aus den Pfarreien St. Castor und St. Johannes XXIII., zutrifft. Ein gemeinsames Pastoralteam ist dabei eine wichtige Klammer. Weitere sind die gute Kooperation der Messdiener aller Gemeinden mit einem gemeinsamen Zeltlager, die gemeinsame Kommunion- und Firmvorbereitung sowie Veranstaltungen und Aktionen. Fest etabliert hat sich da bereits der jährliche Jakobus-Pilgertag im Sommer, an dem Menschen aus allen Gemeinden teilnehmen. „Neu sind die Adventsfensterkalender-Aktion, die vom GdG-Rat neu dieses Jahr belebt und initiiert wurde, an der neun Gemeinden teilnehmen sowie ein gemeinsamer Advents- und Weihnachtsflyer für die GdG“, listet Pastoralreferentin Bärbel Schumacher auf.

Aufeinander zu geht man mit vielen kleinen Schritten. Dass die sowie Geduld und die Bereitschaft sich einander zu öffnen, sich auszahlen, beweisen auch die Gemeinden der Pfarrei St. Peter und Paul Eschweiler-Stadtmitte. Hier seien eigentlich alle Aktionen und Angebote gemeindeübergreifend, vom Pfarreifest und dem Dankeschönfest für die Ehrenamtler bis zur guten und intensiven Messdienerarbeit, sagt Pfarrer Michael Datené, der im Sommer 2015 die Leitung übernommen hat. „St. Peter und Paul habe ich dabei durchaus als etwas außergewöhnlich kennenlernen und erleben können: die Pfarrei versteht sich als eins, das heißt auch als eine Gemeinde.“

Hier geht der Blick daher schon ein Stück weiter: gemeinsame Exerzitien im Alltag mit der Gemeinde St. Severin Weisweiler und im Advent erstmals auch der evangelischen Gemeinde, ökumenischen Gottesdiensten wie zum Eschweiler Musik-Festival oder der Präsentation der „Kirche“ auf dem Eschweiler Weihnachtsmarkt, an der sich 2016 neben Peter und Paul auch weitere Gemeinden beteiligen werden.

Brand_Quadrat (c) Andrea Thomas
gute Beziehungsarbeit (c) Andrea Thomas