Einen Beitrag leisten

Zwei Freiwillige vor ihrem Einsatz in Kolumbien

Kolumbienfreiwillige (c) BDKJ Aachen
Datum:
Do 19. Mai 2016
Von:
Katharina Zink
Im Mai nach den wichtigsten Abiturprüfungen steigen, wie gewohnt, die Spannung und die Aufregung. Es geht für zwei junge Menschen aus dem Bistum in großen Schritten auf die Abreise nach Kolumbien zu.

Auch in diesem Jahr entsendet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Aachen im August zwei Freiwillige nach Kolumbien in die gut bewährten Einsatzstellen Concern Universal in Ibagué und Hogar del Niño in Líbano. Lilo Schmidt aus Aachen und Luisa Karlinger aus Wegberg lassen sich ein Jahr auf ein völlig fremdes Land, fremde Leute, eine andere Sprache und neue Aufgaben im Partnerland des Bistums Aachen ein.

Die Welt mit ganz anderer Brille betrachten

Bewundernswert ist es, wie viel Offenheit, Mut und Selbstvertrauen die beiden jungen Frauen mitbringen. Die Gefühlslagen der neuen Freiwilligen sind jedes Jahr ähnlich:  Entspannung, Aufregung, Vorfreude, Unsicherheit, Respekt vor der Herausforderung. Doch jedes Jahr sind es zwei andere junge Menschen, die ihre ganz eigene Persönlichkeit, Lebensgeschichte und Erfahrungen mitbringen und ihre ganz individuellen Erlebnisse bei den Partnerorganisatonen in Kolumbien machen werden. Die Freiwilligen haben dort die Möglichkeit, eigene Perspektiven und Gewohnheiten zu hinterfragen und die Welt mit einer ganz anderen Brille zu betrachten. 

Sicherlich kann man das Konzept des Freiwilligendienstes etwa im Hinblick auf die die Zielgruppe Abiturienten oder die Reproduktion postkolonialer Strukturen kritisch betrachten. Selbstreflexion erachte ich als zentral für die Weiterentwicklung des Programms. Andererseits bin ich der Überzeugung, dass der Freiwilligendienst umfassend die Chance bietet, Sensibilität  und Respekt für andere Perspektiven sowie die Reflexion eigener Denk- und Handlungsmuster zu stärken. 

Im Zuge der Globalisierung unseres Alltags, aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten sowie globaler Migrationsprozesse werden diese Fähigkeiten zu wichtigen Ressourcen
für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft und einer globalisierten Welt. Hierzu kann der Freiwilligendienst, der Soziale Dienst für Frieden und Versöhnung, einen Beitrag leisten.