Bistum Aachen führt zeitnah externe Anlaufstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt ein

Diözesane Räte empfehlen konkrete Schritte nach Missbrauchsstudie

Gemeinsame Versammlung zur MHG-Studie (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Mo, 4. Feb 2019
Stabsabteilung Kommunikation

Aachen, (iba) – Die Einführung einer externen Ombudsstelle ist eine der einheitlich genannten Empfehlungen in der Gemeinsamen Versammlung der Diözesanen Räte. Zu diesen zählen der Diözesanpriesterrat, der Diözesanpastoralrat, der Diözesanrat der Katholiken, der Diözesankirchensteuerrat und der Diözesancaritasrat. Mitberaten hatten auch die Regionalteams, der Ständige Beraterstab in Fragen des sexuellen Missbrauchs sowie die Lenkungsgruppe des „Heute bei dir“-Prozesses. 

Einen Tag lang hatten sie sich zu Konsequenzen und konkreten Maßnahmen nach der Veröffentlichung der MHG-Missbrauchsstudie ausgetauscht. Inhaltlich begleitet wurde der Tag der Gemeinsamen Versammlung durch Prof. Andreas Kruse (Universität Heidelberg), einer der Autoren der MHG-Missbrauchsstudie, sowie JunProf. Martin Wazlawik (Universität Münster), einem Experten für Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Zur Gemeinsamen Versammlung eingeladen hatte Aachens Bischof, Dr. Helmut Dieser. „Eine solche externe Anlaufstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt, die unabhängig vom Bistum arbeitet, brauchen wir dringend“, betonte er. Auf diese Weise könnten Unregelmäßigkeiten und mögliche Vertuschungen vermieden werden. Diese Anlaufstelle werde nun zeitnah umgesetzt. Auch der zweiten zentralen Empfehlung der Diözesanen Räte in der Gemeinsamen Versammlung wird das Bistum Aachen folgen, nämlich die nach einer externen, unabhängigen Aufarbeitung der Vergangenheit. „Es ist uns gelungen, dass wir zu einer gemeinsamen Einschätzung gelangt sind: Uns ist wichtig, dass wir weiter lernen, die Opferperspektive einzunehmen und aus ihr heraus handeln“, so der Bischof. (iba / Na 011)

Gemeinsame Versammlung zur MHG-Missbrauchsstudie

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